Antrag vom 30.04.2026
Hiermit stelle ich, auch namens der Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, folgenden Antrag:
In der Versbacher Straße wird auf der Strecke zwischen ihrem Beginn und der Kreuzung „St.-Rochus-Straße“ bei zwei vorhandenen Fahrstreifen je Fahrtrichtung die Ausweisung des jeweils rechten Fahrstreifens als Bussonderfahrstreifen (StVO-Zeichen 245) geprüft. Wo kein Radweg vorhanden ist, soll die Mitbenutzung durch den Radverkehr möglich sein.
Begründung:
Ungeachtet der für die Zukunft geplanten Straßenbahnlinie ist festzustellen, dass die Versbacher Straße seit langem und auch für das heutige Verkehrsaufkommen für den motorisierten Individualverkehr überdimensioniert ausgebaut ist. Mittlerweile verkehren auf der Versbacher Straße mehrere Buslinien (12, 21, 23/24, 25, 450/452) im dichten Takt. In Zukunft wird die Nutzung des ÖPNV und des Fahrrads weiter zunehmen, sodass die Verkehrsfläche dort zugunsten der Förderung dieser Mobilitätsarten neu aufgeteilt werden kann und muss. Dies kann rasch und kostengünstig realisiert werden, weil keine Umbaumaßnahmen erforderlich sind.
Die jetzige Überdimensionierung der Fahrbahn prägt sich auch in der jahrzehntelangen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und den damit einhergehenden Lärmbelästigungen im Bereich zwischen St.-Rochus-Straße und Neumühle. In vergleichbaren Straßen, beispielsweise Heuchelhof- und Höchberger Straße, wurde die Anzahl der Fahrstreifen für den motorisierten Individualverkehr reduziert, ohne dass es dadurch zu Problemen bei der Verkehrsabwicklung kommt.
Die Bussonderfahrstreifen ermöglichen zudem eine Verbesserung der Pünktlichkeit im ÖPNV, selbst wenn es zu Spitzenzeiten zu Verkehrsstaus käme. Im Bereich vor den Kreuzungen könnte der Bussonderfahrstreifen unterbrochen werden, um das Einordnen zum Rechtsabbiegen zu ermöglichen. Mit der Freigabe der
Bussonderfahrstreifen für den Radverkehr wird für Fahrten mit Fahrrädern und Pedelecs in Versbach eine enorme Verbesserung und Attraktivitätssteigerung erzielt.
gez. Antonino Pecoraro, Stadtrat