GRÜNE: Rund um die Uhr-Impfung möglich machen

Impf-Angebote in Würzburg schneller ausbauen

PRESSEMITTEILUNG

Impfungen und Tests sind der Königsweg zur Bekämpfung der Corona Pandemie. Die Stadtratsmitglieder der Grünen Fraktion haben konkrete Vorstellungen, wie das Angebot nachgebessert werden muss. Das Hauptanliegen der Grünen sind mehr niederschwellige Impf-Angebote. In der Stadtmitte Würzburgs sind aktuell nur Erst- und Zweitimpfungen, jedoch keine Boosterimpfungen möglich. Neben den Arkaden sollte schnellstmöglich eine weitere zentrale Impfmöglichkeit geschaffen werden, die an sieben Tagen in der Woche, mindestens aber an den Werktagen und zu den üblichen Geschäftszeiten geöffnet ist. An allen Impfstationen sollten sowohl Erst- und Zweitimpfungen, als auch Boosterimpfungen angeboten werden.

Grünen Fraktionsvorsitzender Lukas Weidinger zur Ist-Situation: „Momentan gibt es in der Innenstadt nur ein Impfangebot an den Arkaden. Die Station ist montags, mittwochs und freitags geöffnet, also nur jeden zweiten Tag – und auch nur von 10:00 bis 16:30 Uhr. Schade auch, dass die Chance verpasst wurde, an den stark frequentierten Adventssamstagen in der Innenstadt ein Impfangebot zu machen. Zusätzlich gibt es eine Impfstation am Handelshof in Lengfeld. Diese ist jedoch recht ungünstig am Stadtrand gelegen, Menschen ohne Pkw haben hier das Nachsehen. Auch hier sind die regulären Öffnungszeiten montags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr für die meisten Berufstätigen sehr ungünstig. Wir begrüßen ausdrücklich das spontane Impfangebot am vergangenen Adventswochenende, aber die schlechte Erreichbarkeit und die Öffnungszeiten an Wochentagen entsprechen nicht dem, was wir uns unter einem niederschwelligen Angebot vorstellen.“

Am 21.12.2021 empfahl die STIKO frühzeitigere Boosterimpfungen. Die aktuelle Empfehlung: Die dritte, sogenannte „Booster“-Spritze, soll es idealerweise bereits ab dem dritten Monat nach der Zweitimpfung geben. Dr. Sandra Vorlová, Co-Vorsitzende der Grünen Fraktion, hält es für zwingend notwendig, dass die Stadt den Impfwilligen nun schnell entsprechende Angebote, insbesondere auch in der Würzburger Innenstadt, macht: „Durch die neue STIKO-Empfehlung sind von heute auf morgen wesentlich mehr Menschen betroffen, sich boostern zu lassen. Die Stadt sollte schnellstens reagieren und neu geschaffene Impfmöglichkeiten auch offensiv bekannt machen und bewerben. Die städtischen mobilen und digitalen Anzeigetafeln bieten sich an für Hinweise wie ‚Hier geht’s lang zum Boostern!‘. Selbstverständlich sollte auch die städtische Webseite immer tagesaktuell informieren.“

Die Fraktionsvorsitzende beklagt vor allem auch fehlende Impfmöglichkeiten für Kinder: „Obwohl wir schon länger beobachten, dass zunehmend auch Kinder sich mit Coronaviren infizieren, gibt es einzig im Felix-Fechenbach-Haus im Stadtteil Grombühl ein Impfangebot für Kinder. Vorgesehen sind allerdings nur wenige Einzeltage: Bis Ende Januar gibt es gerade einmal vier Impfttage für Kinder. Das ist absolut nicht ausreichend! Wir brauchen jetzt schnellstens zusätzliche Impfmöglichkeiten. Am besten wäre ein verlässlicher Ort, an dem Eltern für ihre Kinder täglich und rund um die Uhr Impftermine bekommen können. Um lange Schlangen zu vermeiden, die zusätzlich die Ansteckungsgefahr erhöhen, sollte es Kinderimpfungen ausschließlich mit Anmeldung geben.“

Silke Trost, stellvertretende Vorsitzende, sieht in dem speziellen Fall, wenn Kinder unter 6 Jahren einen PCR-Test benötigen, ein weiteres Manko: „Die Testmöglichkeiten sind für eine Großstadt wie Würzburg sehr eingeschränkt. PCR-Tests für Kinder unter 6 Jahren gibt es zur Zeit nur an der Talavera, unter der Woche nur von 17:00 – 19:00 Uhr. Für Kleinkinder und Kindergartenkinder ist das eine sehr ungünstige Zeit! Die Stadt sollte alternativ die Möglichkeit prüfen, bei betroffenen Kindergärten mit mobilen PCR-Testungen vor Ort flexibel auf den Bedarf zu reagieren. Eltern würde das enorm entlasten und ansteckende Warteschlangenkontakte bei winterlichen Temperaturen unterbunden werden.“

Vor wenigen Tagen wurden neue Impfstoffe gegen Coronaviren zugelassen, die den traditionellen Impfmethoden entsprechen. Trost vermutet, dass dies die Impfbereitschaft vieler bislang ungeimpfter Personen erhöhen wird: „Bürger*innen sollten so schnell wie möglich auf allen Kanälen informiert werden, ab wann und wo sie sich mit den Impfstoffen ‚Novovax‘ bzw. ‚Valneva‘ impfen lassen können.“