Online Förder- und Beratungsstellen-Navigator für Würzburg

Frau sitzt vor Laptop
Durchblick in den digitalen Hilfsangeboten. Beispielbild. Foto: Pixabay CC0

Beschlussvorschlag

Im Sinne des Smart City-Gedankens wünschen wir uns auf der Webseite der Stadt ein Tool, mit dem sich die Bürger*innen einen schnellen Überblick über die sozialen Förder- und Beratungsangebote in Würzburg verschaffen können. Leichte Sprache und Nutzerfreundlichkeit sollen zielgerichtet zum individuell benötigten Angebot führen.


Antrag

Die Stadt Würzburg erstellt ein online Tool zur niederschwelligen Vermittlung von sozialen Förder- und Beratungsangeboten in der Stadt Würzburg auf Ihrer Webseite bereit und bewirbt es an den entsprechenden Stellen.

Benutzer*innen werden direkt zur Förderantragsstellung empfohlener Angebote per Link weitergeleitet. Des Weiteren werden Kontaktmöglichkeiten zu den Beratungsstellen möglichst einfach und systematisch dargestellt. Dafür erstellt die Stadt ein entsprechendes Stichwortverzeichnis und eine Sortierung nach Entfernung, um Beratungsstellen möglichst einfach zu finden. Das Tool wird in einfacher Sprache gestaltet.

Eine regelmäßige Aktualisierung der Liste wird sicher gestellt. Außerdem wird ein halbes Jahr nach Einführung des Tools eine Evaluierung der Nützlichkeit und einfachen Bedienung des Tools durch Befragung einer Stichprobe an Menschen der Zielgruppe durchgeführt.

Begründung:

Die Stadt Würzburg und die lokalen freien Träger, mit denen die Stadt Würzburg zusammenarbeitet, stellen eine Vielzahl an sozialen Förder- und Beratungsangeboten zur Verfügung. Gleichzeitig ist es eine große und schwierige Aufgabe, den Berechtigten und Betroffenen diese Angebote nahe zu bringen. Ein Beispiel hierfür ist der Anspruch auf Wohngeld oder auf eine Sozialwohnung.

Das World Wide Web bietet eine Vielzahl niederschwelliger und interaktiver Angebote zur Verfügung. Egal ob Auto, Telefonanschluss, Wertanlage oder Wahlentscheidung: Überall stehen interaktive Assistenzsysteme bereit, die durch einzelne Fragen und Auswahlfelder der Nutzer*in ein gefiltertes Angebot zur Verfügung. Die Stadt Würzburg hat die Soziale Resilienz zum Kernziel ihrer Smart City Strategie erhoben. Ein Beitrag ist es, die vielfältigen Angebote der Stadt Würzburg über eine Website niederschwellig zur Verfügung zu stellen. Die Verlinkung auf wuerzburg.de und dem Bürger-Service-Portal sowie die verlinkung im BayernPortal ist weiterhin wichtig für die Auffindbarkeit.

Als Beispiel aus dem wirtschaftlichen Bereich kann der Fördernavigator-Brandenburg dienen: https://foerdernavigator-brandenburg.de/

Im sozialen Bereich kann als Beispiel das von der Caritas auf deren Webseite für ihre eigenen Anlaufstellen angebotene Suchtool angeführt werden: https://www.caritas.de/hilfeundberatung

Die Stadt kann die Angebote mehrerer Stellen sammeln und nach deiner Reihe von Angaben effektiv gefiltert darstellen. So kann zum Beispiel nach der Abfrage des monatlichen Einkommens und der ausgeübten Tätigkeit auf Wohngeld oder eine Sozialwohnung verwiesen werden. Studierende könnten zusätzlich den Hinweis auf BAföG sowie Wohnheime erhalten.

Selbstverständlich sind Angaben rund um eine Förderung und Beratungen hoch sensibel. Deshalb soll bei der Lösung insbesondere Datensparsamkeit berücksichtigt werden. Der Betrieb einer Open-Source Lösung im eigenen Haus ist zu bevorzugen.

Die möglichst genaue Verschlagwortung der Angebote im Hintergrund der Suche ist deshalb besonders wichtig, damit die Nutzer*innen auch bei der Suche nach speziellen Begriffen an die richtige Stelle weitergeleitet werden. Es ist des weiteren zwischen Förderanträgen und Beratungsangeboten zu unterscheiden, wobei, bei entsprechender Zustimmung der mit der Stadt zusammenarbeitenden freien Träger (bspw. Diakonie, Caritas, Wildwasser etc.), ebenfalls in das Suchtool eingebunden werden sollen. Des weiteren können die Angebote, die von Bürger*innen im Rahmen der Selbsthilfe organisiert werden, ebenfalls in das Suchtool integriert werden.

Die Evaluierung des Tools sowie eine regelmäßige Aktualisierung der Beratungsstellen- und Förderliste ist fundamental, um den Nutzen eines entsprechenden Tools sicherzustellen und zu erhalten.

gez. Lukas Weidinger, Fraktionsvorsitzender

gez. Magdalena Laier, Stadträtin