CO2-Ampeln für die Schulen

Würzburg, den 27. Oktober 2020  
Dringlicher Antrag zur Sitzung des Schulausschusses am 29.10.2020  
Prüfantrag zur Anschaffung von CO2-Ampeln für die Würzburger Schulen  

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,  
auch namens der Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN stellen wir folgenden dringlichen Prüfantrag: 

Das Schulreferat möge prüfen, ob für die Würzburger Schulen, für die die Stadt Sachaufwandsträger ist, CO2-Messgeräte („Ampeln“) angeschafft werden können oder ob die DGUV-Lüftungs-App sinnvoll genutzt werden kann.
Es ist zu prüfen, welche Fördermöglichkeiten es durch den Freistaat Bayern dazu gibt.  

Begründung  
Die Zahl der der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 (Covid 19 Viren) ist in den letzten Wochen stark gestiegen. 

Es liegt auch in unserer Verantwortung, dieses Infektionsgeschehen in den Klassenräumen unserer Schulen so gering wie irgend möglich zu halten. Ein sehr wichtiger Faktor ist das regelmäßige und ausreichende Lüften der Klassenräume. Ein Indiz für die Belastung der Raumluft mit Viren ist dabei die Konzentration von CO2 in der Raumluft. 

Zur Messung der CO2-Belastung in der Raumluft stehen relativ einfache Geräte zur Verfügung. Eine Messung der CO2-Konzentration wäre auch grundsätzlich unabhängig von der jetzigen Situation ebenso nach der Corona-Pandemie sinnvoll. 

Ein gut sichtbares Signal zur notwendigen Lüftung mit den CO2-Ampeln kann damit wertvolle Hilfestellung leisten, damit die Fenster auch bei steigender Luftbelastung rechtzeitig und lange genug, aber in der kalten Jahreszeit auch nicht unnötig lange, geöffnet werden. 

Der Preis pro Ampel bewegt sich zwischen 170 – 250 Euro, dazu muss noch die Montage gerechnet werden. 

Aufgrund unserer Verantwortung für die Schüler*innen und Lehrkräfte halten wir die Anschaffung und Montage der CO2-Ampeln für jedes Klassenzimmer in den Schulen, für die die Stadt Sachaufwandsträger ist, deswegen für dringend notwendig. 

Während seiner Pressekonferenz am 22.09.2020 verkündete Ministerpräsident Markus Söder, dass der Freistaat Bayern auf Grund der Corona Krise für die Umsetzung technischer Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften, zur Ertüchtigung bzw. Neuinstallation raumlufttechnischer Anlagen und der Anschaffung geeigneter CO2-Messgeräte an Schulen und Kitas bis zu 50 Mio. Euro zur Verfügung stellen wird, die von den Kommunen nun abgerufen werden müssen. 

Der Antrag ist dringlich, weil der Erfolg von Corona-Schutzmaßnahmen maßgeblich von der schnellen Umsetzung abhängt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Simone Artz, Stadträtin 
Lukas Weidinger, Stellv. Fraktionsvorsitzender 
Barbara Lehrieder, Stadträtin