Digitaler Beratungs-Navigator kommt: „Hilfekompass“ und „Integreat“ stärken soziale Orientierung in Würzburg

PRESSEMITTEILUNG vom 28.02.2026

Der Antrag der Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für einen Online-Förder- und Beratungsstellen-Navigator wird umgesetzt. Mit den digitalen Plattformen „Hilfekompass“ und „Integreat“ entsteht ein zukunftsweisendes, niedrigschwelliges Unterstützungssystem für alle Bürgerinnen und Bürger in Würzburg.

Der „Hilfekompass“ wurde im Rahmen des Pilotprojekts „Smarte Region“ entwickelt und bündelt künftig sämtliche Hilfs- und Beratungsangebote auf einer öffentlichen Plattform. Als dynamisches System ermöglicht er den Anbietern, ihre Informationen eigenständig zu pflegen und zu aktualisieren. So wird langfristige Datenaktualität bei geringem Verwaltungsaufwand gewährleistet.

Die Angebote sind über verschiedene Filter – etwa Wohnort, Alter oder Unterstützungsbedarf – durchsuchbar. Ein interaktiver Wegweiser führt Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt zu passenden Anlaufstellen. Stadtrat Lysander Laier ist erfreut: „Das ist ein großer Schritt in Richtung Smart City. Die regionale Beratungs- und Hilfelandschaft wird transparent, nutzerfreundlich und leicht zugänglich. Der Navigator ermöglicht es Ratsuchenden, vorhandene Hilfsangebote besser zu finden und tatsächlich nutzen zu können.“

Ergänzt wird das Angebot durch das bundesweit in über 100 Kommunen genutzte Portal „Integreat“. Es richtet sich gezielt an Menschen mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund, die sich im komplexen deutschen Hilfesystem orientieren müssen. Integreat vermittelt verständliche und mehrsprachige Informationen, beispielsweise zu Alltagsfragen oder Behördengängen, und stärkt so Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig werden Verwaltung und Beratungsstellen entlastet, da Ratsuchende besser vorbereitet sind. Fraktionsvorsitzende Barbara Lehrieder betont: „Im Zusammenspiel mit dem Hilfekompass entsteht ein wirkungsvolles Gesamtsystem: Während Integreat Orientierung in neuen Strukturen bietet, schafft der Hilfekompass einen umfassenden Überblick über die gesamte Beratungs- und Unterstützungslandschaft für alle.“

Die Inhalte beider Plattformen wurden in enger Abstimmung mit den Sozialbehörden entwickelt. Abgebildet werden Angebote öffentlicher Stellen, kommunaler Behörden, Hilfs- und Blaulichtorganisationen, freier Wohlfahrtsverbände, Kirchen sowie weiterer gemeinnütziger Träger in den Bereichen Familie, Kinder, Senioren, Teilhabe und Inklusion.

Die Kooperation zwischen dem Fachbereich Integration, Inklusion und Senioren und der Smarten Region nutzt gezielt Synergien in Datenmanagement, Anbieterkommunikation und Netzwerkbildung. Beide Portale werden in den kommenden Wochen befüllt und im Frühjahr der Öffentlichkeit vorgestellt.

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