GRÜNE beantragen Machbarkeitsstudie zur Phosphor-Rückgewinnung

Würzburg, den 16. Januar 2017

 
Antrag: Machbarkeitsstudie Phosphor-Rückgewinnung 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Novellierung der Klärschlammverordnung sieht ein grundsätzliches Verbot der landwirtschaftlichen Verwertung vor, gekoppelt mit der Forderung, den Phosphor als wichtigste Lebensgrundlage aus dem Klärschlamm zurückzugewinnen.

Phosphorgewinnung am Ort des Entstehens baut auf bestehenden Strukturen auf, vermeidet weite Anfahrten, beschränkt sich auf die Mengen, die in unserer Stadt anfallen.

Aus diesem Grund stellen wir, auch namens der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, den folgenden Antrag:

Der Werkausschuss möge beschließen:

Der Entwässerungsbetrieb gibt eine Machbarkeitsstudie zur Rückgewinnung von Phosphor aus dem Klärschlamm in Auftrag, die insbesondere folgende Fragen bearbeitet:

• Ermittlung der aktuellen Belastung der Schlammmengen aus dem Klärwerk Würzburg
• Auswertung der Klärschlammqualität
• Aufzeigen gelungener Verfahren zur Phosphor-Rückführung in der Kläranlage unter Einbeziehung aktuell laufender Modellprojekte
• Auswertung und Vorschlag geeigneter Verfahren für das Klärwerk Würzburg
• Abschätzung des Phosphor-Rückgewinnungspotentials für das Klärwerk Würzburg
• Auslegung einer möglichen Rückgewinnungsanlage
• Kostenschätzung sowie die Prüfung von möglichen Fördermöglichkeiten

Maßnahmen zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm haben eine große Aussicht auf Förderung. Fördergelder aus EFRE kämen dafür in Frage: EU-Regionalfonds 50-60%-ige Förderung und KIF (Kommunaler Investitionsfonds) 30-40%-ige Förderung möglich für eine Versuchsanlage.

Mit freundlichen Grüßen

Benita Stolz,Stadträtin
Karin Miethaner-Vent, stv. Fraktionsvorsitz.
Patrick Friedl, stv. Fraktionsvorsitz.
     

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