Stromzähler

Stromzähler

NACHGEFRAGT: Energie-Kennzahlen der Kläranlage

Schriftliche Anfrage von Stadtrat Manfred Dürr am 09.02.2021

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

hiermit bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen (jeweils mehrjährige Mittelwerte):

Wie hoch ist der jährliche Bezug von Strom?

Antwort des Baureferates:

Der jährliche Strombezug beläuft sich in den Jahren 2017-2020 auf:

2017: 2.804.629 kWh

2018: 2.203.898 kWh

2019: 1.863.476 kWh

2020: 2.108.634 kWh

Wie hoch ist der jährliche Bezug von Erdgas und Heizöl?

Antwort des Baureferates:

Der jährliche Bezug von Erdgas beläuft sich in den Jahren 2017-2020 auf:

2017: 129.548 Nm³ 

2018: 95.809 Nm³ 

2019: 94.557 Nm³ 

2020: 104.187 Nm³ 

Das Klärwerk arbeitet im Winter mit Erdgas als zusätzliche Energiequelle Heizöl kommt nicht zum Einsatz.

Welche Strommenge produziert das mit Faulgas betriebene BHKW jährlich?

Antwort des Baureferates:

Die BHKW-Anlagen produzierten in den Jahren 2017-2020

2017: 4.321.033 kWh

2018: 4.972.400 kWh

2019: 5.211.900 kWh

2020: 5.169.500 kWh

Damit werden etwa 70 % des Strombedarfs am Klärwerk durch Eigenproduktion gedeckt.

Welche Menge des vom BHKW erzeugten Stroms wird in das städtische Stromnetz eingespeist?

Antwort des Baureferates:

Eingespeiste Menge des erzeugten Stroms in den Jahren 2017-2020

2017: 14.752 kWh

2018: 29.952 kWh

2019: 63.580 kWh

2020: 36.144 kWh

Die eingespeiste Menge ist <1 %.

Wieviel Klärgas wird jährlich abgefackelt?

Antwort des Baureferates:

Abgefackelte Menge Klärgas in den Jahren 2017-2020 

2017: 33.355 m³ 

2018: 33.600 m³ 

2019: 0 m³ 

2020: 0 m³ 

Betrieb der Gasfackel besteht nur bei Havarien oder Testlauf der Fackel. 

Welche Menge der vom BHKW erzeugten Wärme wird abgegeben zur

  • Klärschlammtrocknung: Es wird keine Trocknung betrieben.
  • Optimierung des Klärprozesses: werden 59 % im ganzjährigen Mittel zur Beheizung der Faulbehälter (mesophile Faulung bei 37 bis 40 oC ) benötigt.
  • Beheizung von Betriebsräumen genutzt: werden 28 % benötigt.
  • bzw. ungenutzt an die Umwelt abgegeben? Ungenutzt werden derzeit 13 % im Jahresmittel über die Notkühler abgegeben jedoch künftig für den Betrieb einer Kälteanlage eingesetzt.

Wie hoch ist die durchschnittliche Menge gereinigten Wassers, die in den Wintermonaten täglich in den Main eingeleitet wird und welche Temperatur hat das Wasser im Winter mindestens?

Antwort des Baureferates:

Der durchschnittliche Trockenwetter Abfluss beträgt etwa 35.000 bis 40.000m3, bei einer mittleren Abwassertemperatur im Winter von etwa 10oC.


Gibt es ein systematisches Vorgehen bzw. ein ausgearbeitetes Konzept zur energetischen Optimierung der Kläranlage?

Antwort des Baureferates:

Für das Klärwerk liegt eine aktuelle Energie- und Potentialanalyse vor. Das Klärwerk betreibt seit 2016 drei BHKW, die ausschließlich mit Klärgas betrieben werden. Für die BHKW, mit einer Gesamtleistung von 1.578 kW, wurde ein positiver Förderbescheid gemäß KWKG ausgestellt.

Sowohl die Gesamtanlage als auch die einzelnen Verbrauchergruppen wurden in Hinblick auf die elektrischen wie thermischen Energieverbraucher untersucht. Durch die energetische Bestandsaufnahme sowie die systematische Erhebung der Energieverbräuche der einzelnen Anlagenteile wurden die Energieverbraucher bewertet und mögliche Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Ziel sind eine Senkung des Energiebedarfs, die Steigerung der Effizienz der Aggregate und die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien.

In diesem Zusammenhang ist auch geplant den Wärmeüberschuss, der nur im Sommer auftritt, mit einer Adsorptionskältemaschine einer weiteren Nutzung zuzuführen. Auf den freien und geeigneten Dachflächen sollen PV-Anlagen errichtet werden.

Für weitere und detailliertere Untersuchungen werden zusätzliche Strom- und Wärmemengenzähler installiert. Lt. Umweltbundesamt werden durch die Erzeugung einer kWh Strom 401 g CO2 emittiert. Bei Umsetzung aller Maßnahmen der Energie- und Potentialanalyse können etwa 18,58 t CO2 eingespart werden.

Gibt es eine Potenzialabschätzung zur Nutzung der im Abwasser enthaltenen Wärme, indem diese z.B. über eine Großwärmepumpe als Fernwärme nutzbar gemacht wird?

Antwort des Baureferates:

steht aus.

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