Pressemitteilung: Grüne fordern personelle Verstärkung der Ehrenamtsbetreuung

Pressemitteilung vom 13. Oktober 2015

Grüne fordern personelle Verstärkung der Ehrenamtsbetreuung
Grüne Stadtratsfraktion will mehr Personal zur Unterstützung von FlüchtlingshelferInnen

Mit einem Eilantrag will die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, dass die Ehrenamtsamtskoordination in der Stadt Würzburg kurzfristig weiter personell um mindestens eine zusätzliche hauptamtliche Stelle aufgestockt wird. „Dabei soll umgehend verwaltungsintern nach einer schnellstmöglichen Besetzung dieser Stelle gesucht werden“, heißt es im Antrag. Stadtrat Patrick Friedl: „Die Stadt bewältigt ihre Aufgaben in der Flüchtlingsbetreuung mit Bravour und großem Engagement bis an persönliche Belastungsgrenzen. Wir sehen den Stadtrat daher in der Pflicht, die Grenzen der Belastbarkeit von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrzunehmen und Abhilfe zu schaffen.“

Ein Jahr ist es her, dass die grüne Fraktion die Erstellung eines Integrationskonzepts und die Einrichtung einer Stelle zur Ehrenamtskoordination „Flucht und Asyl“ beantragt hatte. Stadträtin Silke Trost: „Heute ist offenkundig, wie wichtig es war, dass auf grünen Antrag hin, sich bereits Ende 2014 die Stadt konzeptionell mit dieser Situation auseinandergesetzt hat.“ Knapp ein Jahr später gebe es zu den weit über tausend Flüchtlingen, die in Würzburg ganz oder zeitweise Zuflucht gefunden haben, zur Freude der Grünen „auch weit über tausend Menschen, die ehrenamtlich Flüchtlingen helfen bzw. ihre Bereitschaft dazu gegenüber der Stadt bekundet haben“. Matthias Pilz: „Allein die große Zahl an Engagierten erfordert es dringend, den Bereich Betreuung und Koordination von Ehrenamtlichen aufzustocken, schon allein um die Registrierung, Ansprache und Ausgabe von Ehrenamtskarten schnell zu ermöglichen.“ Die Ehrenamtlichen seien, je nach Art der Unterkunft, mit einem schnellen Wechsel der Flüchtlinge in den Unterkünften und Notquartieren konfrontiert. „Hier ist im Besonderen eine Begleitung von Helferinnen und Helfern wichtig, um mit dadurch entstehenden persönlichen Belastungen gut umgehen zu können. Dank auch hier den Verantwortlichen, die schon jetzt Ehrenamtlichen Supervision und Aussprache mit geschultem städtischem Personal anbieten“, so Patrick Friedl.

Ehrenamtliche erhalten von der Stadt im Rahmen der Einrichtung neuer Flüchtlings-Unterkünfte praktische Einweisungen und Schulungen. „Darüber hinaus ist dauerhaft Fortbildung für Ehrenamtliche anzubieten, zur Vertiefung interkultureller, kommunikativer und psycho-sozialer Kompetenzen“, so Silke Trost. Dazu gelte es, die Ehrenamtlichen auch im Blick auf ihre unterschiedlichen Kompetenzen und Hilfsangebote zu unterstützen, zu beraten und stadtweit zu vernetzen.

„Daher ist es dringend erforderlich, schnell und dauerhaft zusätzliches Personal im Bereich der Betreuung und Koordination von Ehrenamtlichen zur Verfügung zu stellen“, so Matthias Pilz. Dabei sehen die Grünen den Freistaat Bayern in der Pflicht, die Kommunen bei der Finanzierung dieser Aufgabe dauerhaft und verlässlich zu unterstützen.

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