Einführung einer kostenfreien CityZone für die Straßenbahn

Straßenbahnen fahren in der Domstraße
Straßenbahn in der Domstraße. Foto: Eva Trapp

Interfraktioneller Antrag vom 05. Mai 2022 zur Behandlung im nächsten Planungs-, Umwelt – und Mobilitätsausschuss (PUMA)

Antragsteller sind die Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FW-FWG, FDP/Bürgerforum, DIE LINKE und ÖDP, Stadträten von Würzburger Liste und Zukunft für Würzburg sowie Sabine Wolfinger (fraktionslos)

Zu Einreichung dieses Antrag hatte das Stadtratsbündnis am 11. Mai 2022 zu einer Pressekonferenz geladen. 

Die Stadt Würzburg beschließt nach dem Vorbild Augsburg die schnellstmögliche Einführung einer CityZone zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof, Talavera und Sanderring, in der die Straßenbahn kostenlos und fahrscheinlos benutzt werden kann.

Die Vertreter*innen der Stadt Würzburg und der WSB werden aufgefordert, im Verkehrsverbund und mit der Regierung von Unterfranken die erforderlichen Abstimmungen vorzunehmen.

Die Verwaltung wird beauftragt, eine entsprechende Änderung des Öffentlichen Dienstleistungsauftrags (ÖDLA) mit der Würzburger Straßenbahn GmbH vorzubereiten.

Die entstehenden Kosten werden in die kommenden Haushalte eingestellt. Zur Deckung werden die Mittel aus der Parkraumbewirtschaftung der Talavera herangezogen.

Begründung

Die Einrichtung einer CityZone nach dem Vorbild Augsburg führt zu einer erheblichen Steigerung der Attraktivität der Innenstadt. Der gewählte Bereich umschließt das Zentrum von Handel, Handwerk, Dienstleistung, Gastronomie und Tourismus sowie wesentliche Parkierungseinrichtungen, die der Innenstadt zugeordnet sind. Dieser Bereich hat eine Ausdehnung, die nicht alle leicht und bequem zu Fuß bewältigen können. Die kostenfreie Nutzung der Straßenbahn in dieser Kernzone der Stadt macht die Stadt für alle besser erlebbar und stärkt insbesondere auch die Randbereiche der Innenstadt. Durch dieses Angebot wird eine Teilhabe von Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Lage erleichtert.

Bei Einführung einer kostenfreien Nutzung der Straßenbahn in der CityZone wird auch der Bereich erweitert, von dem aus die Innenstadt mit einem Kurzstreckenticket erreicht werden kann. Über die ohnehin vorgesehenen Taktverdichtungen hinaus ist ein Mehreinsatz von Straßenbahnwagen und Personal nicht erforderlich, da die Mehrfahrten im Wesentlichen außerhalb der Hauptverkehrszeiten stattfinden werden.

Einnahmeverluste der WSB, die über den ÖDLA auszugleichen sind, entstehen erst in den folgenden Haushaltsjahren und sind dann in die Haushaltspläne einzuarbeiten. Die Mehrkosten übersteigen nicht die zu erwartenden Einnahmen aus der neu eingeführten Parkraumbewirtschaftung der Talavera und können aus diesen gedeckt werden.

Dr. Sandra Vorlová und Lukas Weidinger für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Charlotte Schloßareck für die Fraktion FDP/Bürgerform
Josef Hofmann für die FW-FWG-Fraktion
Sebastian Roth für die Fraktion Die Linke
Raimund Binder für die ödp-Fraktion
Wolfgang Baumann ZfW
Sabine Wolfinger


Medienberichte

tvmainfranken.de, 11.05.2022 (VIDEO ansehen):

Bürgerentscheid zur Talavera – Durch Parkgebühren soll kostenlose Straßenbahn finanziert werden

mainpost.de, 11.05.2022 (MP Plus – kompletter Artikel nur für Abonennt*innen der Mainpost):

Entscheid über Talavera: Parkgebühren sollen kostenlose Straßenbahn in Würzburger City finanzieren

br.de, 11.05.2022:

Würzburger Stadträte wollen Straba-Fahrten kostenlos machen

radiogong.com, 11.05.2022:

Würzburg: Talavera-Bewirtschaftung soll kostenlosen Innenstadt-ÖPNV ermöglichen