Grundsatzbeschluss zum Radverkehr auf der Ludwigsbrücke („Löwenbrücke“) und zum Anschluss an das angrenzende Radwegenetz

Änderungsantrag zum PUMA am 14.05.2024, TOP Ö10

Der Tagesordnungspunkt wurde in der Stadtratssitzung am 16.05.2024 vertagt.

Hiermit stellen wir, auch namens der Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Antrag, dass im Beschlussvorschlag Punkt 2 folgendermaßen geändert wird:

  1. Die in der Anlage dargestellte Alternative und als Variante 2 bezeichnete Radwegeführung, wird weiterverfolgt, aber derzeit nicht durchgeführt und nachrangig zur Planung „Lückenschluss Ludwigsbrücke“ behandelt. Jedoch wird in der Saalgasse ein baulich getrennter Radweg in Fahrtrichtung Alte Mainbrücke provisorisch eingerichtet und die verkehrlichen Auswirkungen auf den MIV in einer Erprobungsphase untersucht.

Begründung:

Die Beschlussvorlage „Grundsatzbeschluss zum Radverkehr auf der Ludwigsbrücke („Löwenbrücke“) und zum Anschluss an das angrenzende Radwegenetz führt zutreffend aus: „Die derzeit laufende Machbarkeitsuntersuchung zum „Brückenschlag über den Main“ prüft langfristig angelegte Radwegeverbindungen abseits der Ludwigsbrücke. Mit Blick auf den finanziellen und zeitlichen Umfang einer solchen Fuß- und Radwegebrücke ist ein Abwarten und die Beibehaltung des Status quo unter Berücksichtigung der steigenden Radverkehrsmengen aus Sicht der Verkehrssicherheit und Attraktivität des Radverkehrs nicht hinnehmbar. Maßnahmen zur Verbesserung der IST-Situation sind dringend geboten.”

Als zentrale Verbindungsachse zwischen den südlichen Stadtteilen, der Altstadt und dem Mainradweg in Richtung Norden spielt die Saalgasse eine wichtige Rolle im städtischen Radverkehrsnetz. Trotz ihrer Bedeutung birgt die derzeitige Verkehrssituation aufgrund der breit ausgebauten Kfz-Spuren und der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erhebliche Gefahren für Radfahrerinnen und Radfahrer. Auch hier sind Maßnahmen zur Verbesserung der IST-Situation dringend geboten.

Die derzeitigen baulichen Gegebenheiten erlauben die Einrichtung eines separaten Radwegs, ohne die Leistungsfähigkeit des motorisierten Verkehrs zu beeinträchtigen. Ein baulich getrennter Radweg würde zu mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer führen und gleichzeitig zügiges Vorankommen für Radfahrende ermöglichen.

Die bisherige Radwegeführung über die Burkarderstraße am Jugendgästehaus vorbei ist wenig attraktiv. Insbesondere im engen Kurvenbereich um die St. Burkhard-Kirche kommt es zu Konflikten mit Fußgänger*innen. Die Führung abseits der Hauptstraße schafft somit anderweitige Sicherheitsprobleme.

Wie für den „Lückenschluss Ludwigsbrücke“ kann hier während der länger währenden Prüfungs- und Planungsphase des „Brückenschlags über den Main“ ein baulich getrennter Radweg beginnend an der Kreuzung Mergentheimer Straße / Leistenstraße bis zur Alten Mainbrücke probeweise angebracht und evaluiert werden. Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Förderung des Fahrradverkehrs in unserer Stadt.

gez.

Konstantin Mack, Fraktionsvorsitzender, B90/Die Grünen
Dr. Sandra Vorlová, Fraktionsvorsitzende, B90/Die Grünen
Marie Büchner, Stadträtin, B90/Die Grünen
Simone Haberer, Stadträtin, B90/Die Grünen