ERLEDIGT: Antrag vom 12.07.2025
In der Statratssitzung am 16.04.2026 wurde nach Bericht des Fachbereich Jugend & Familie einstimmig begutachtet (48:0): Die vielfältigen Bestandteile der kinderfreundlichen Kommune Stadt Würzburg werden zur Kenntnis genommen. Die Empfehlungen zur Kinder- und Familienfreundlichkeit - insbesondere nach dem Handbuch „Familienfreundlichkeit"- bilden die Grundlage der kommunalen Kinder- und Familienpolitik der Stadt Würzburg. Unser Antrag ist damit erledigt. ++ UPDATE 01/26: wird aktuell im Jugend-, Familien- u. Sozialreferat bearbeitet. Eine inhaltliche Befassung ist geplant bis zum 31.03.2026 für die Sitzung des Jugendhilfeausschusses. ++ Der Antrag wurde in der die Stadtratssitzung am 24.07.2025 - nur gegen die Stimmen der AfD - angenommen und weiterverfolgt (44:2).
Hiermit beantragen wir, auch im Namen der Grünen Stadtratsfraktion, dass die Stadtverwaltung
Maßnahmen entwickelt, um Würzburg kinderfreundlicher zu gestalten. Diese sollen in Form
eines Aktionsplans „Kinderfreundliche Kommune“ gebündelt und umgesetzt werden.
Begründung:
Kinder nehmen unsere Stadt aus einer ganz anderen Perspektive wahr, sie haben bestimmte Bedürfnisse und Anforderungen an Stadtentwicklung und -gestaltung. Die Stadt Würzburg will gute Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche. Um dies zu erreichen, ist ein Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“ ein wirkungsvolles Instrument. Das Beispiel Stuttgart zeigt, wie ein solcher Plan auf Basis der UN-Kinderrechtskonvention konkrete Maßnahmen für Schutz, Förderung, Teilhabe und Chancengleichheit entwickelt und umsetzt.
Die Maßnahmen sollen u.a. folgende Aspekte beinhalten:
- Gezielte Förderung und Schutz: Kinder und Jugendliche sind von gesellschaftlichen Krisen besonders betroffen. Ein Aktionsplan bündelt Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt, zur Förderung psychischer und physischer Gesundheit sowie zur Schaffung sicherer Spiel- und Aufenthaltsflächen.
- Gleiche Chancen für alle: Der Plan sorgt dafür, dass soziale Benachteiligung, Armut oder Behinderung die Teilhabechancen von Kindern nicht einschränken. Er fördert Inklusive und Chancengerechtigkeit durch gezielte Angebote und Beteiligungsformate.
- Nachhaltige Stadtentwicklung und Hitzeschutz: Kinder sind in besonderem Maße von der Klimaerhitzung betroffen. Es sollen Maßnahmen entwickelt werden, damit sie in einer
klimaangepassten Stadt aufwachsen können. - Verbindliche Umsetzung der Kinderrechte: Ein Aktionsplan sichert die dauerhafte Berücksichtigung von Kinderrechten in allen relevanten Bereichen.
Ein solcher Aktionsplan ist notwendig, um die Bedürfnisse und Rechte aller Kinder und Jugendlichen in Würzburg systematisch zu berücksichtigen, ihre Lebensqualität zu steigern und die Stadt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen, kinderfreundlichen Kommune voranzubringen.
gez.
Konstantin Mack, Fraktionsvorsitzender
Marie Büchner, Stadträtin