„Toilette für alle“ in der Würzburger Innenstadt

Mann im Rollstuhl und Begleitperson
Eine Toilette, die Menschen mit und ohne Handicap nutzen dürfen. Foto: Pixabay CC0

ES GEHT WEITER: Interfraktioneller Haushalts-Antrag 2022 vom 19.11.2021 – im Namen der Fraktionen CSU, ödp/WL und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

In den Haushaltsberatungen am 25./26.11.2021 wurde dem Antrag mehrheitlich zugestimmt.

Für den Haushalt 2022 stellen wir folgende Anträge für die Umsetzung einer „Toilette für Alle“. (Interfraktioneller Prüfantrag Nr. 126/2021 vom 30.09.2021)

  1. Verwaltungshaushalt: Einstellen von 300.000 € für die Errichtungskosten für die Toilette für Alle“
  2. Vermögenshaushalt: Einstellen von 12.000 € für die Zusatzkosten (Lifter, Eimer für Inkontinenzmaterialien, etc.)

Eine „Toilette für Alle“ ist eine öffentliche WC-Anlage, die für Menschen mit und ohne Behinderung nutzbar ist. Die Besonderheit dieser Toilettenart ist, dass diese für alle Menschen mit Behinderung nutzbar ist, sowohl für Menschen die alleine ein WC aufsuchen können, als auch für Menschen, die beim Toilettengang auf Assistenz angewiesen sind. Menschen mit einer komplexen Behinderung haben aktuell kaum Möglichkeit in der Innenstadt eine Toilette aufzusuchen.

Bisher gibt es eine „Toilette für Alle“ in der Caritas Don-Bosco-Schule. Diese ist nicht zentral gelegen und nur während des Schulbetriebs nutzbar.

Mit Stand 2019 leben 7075 Menschen mit Behinderung in der Stadt Würzburg. Zudem liegt der Anteil von lebenserfahrenen Bürgerinnen und Bürgern (> 65 a) bei 20,7 %. Darüber hinaus ist Würzburg ein beliebtes Reiseziel von Touristen.

Eine Toilette für Alle ist somit ein Gewinn für unsere Stadtgesellschaft und würde das bestehende Angebot, an öffentlichen WC –Anlagen, optimal ergänzen.


ERFOLGREICH: Interfraktioneller Prüfantrag vom 30.09.2021

Der Antrag wurde in der Stadtratssitzung am 21.10.2021 behandelt und die Weiterverfolgung mit 38:0 einstimmig beschlossen. Grundlageninformationen werden zu den Haushaltsberatungen zur Verfügung gestellt, dann wir man weiter sehen.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schuchardt,

hiermit beantragen wir, dass die Stadt Würzburg Standorte in der Innenstadt zum Errichten einer „Toilette für Alle“ prüft. Das Ergebnis der Prüfung erfolgt bis Mitte November 2021, damit entsprechende Gelder bei den Haushaltsberatungen berücksichtigt werden können. Ein möglicher Standort könnte der Platz direkt am Rathaus sein – hier ist während größerer Veranstaltungen in der Innenstadt meist eine mobile „Behindertentoilette“ platziert.

Begründung:

Eine „Toilette für Alle“ ist eine öffentliche WC-Anlage, die für Menschen mit und ohne Behinderung nutzbar ist. Die Besonderheit dieser Toilettenart ist, dass diese für alle Menschen mit Behinderung nutzbar ist, sowohl für Menschen die alleine ein WC aufsuchen können, als auch für Menschen, die beim Toilettengang auf Assistenz angewiesen sind.

Menschen mit einer komplexen Behinderung haben aktuell kaum Möglichkeit in der Innenstadt eine Toilette aufzusuchen. Bisher gibt es eine „Toilette für Alle“ in der Caritas Don Bosco Schule. Diese ist nicht zentral gelegen und nur während des Schulbetriebs nutzbar.

Mit Stand 2019 leben 7075 Menschen mit Behinderung in der Stadt Würzburg. Zudem liegt der Anteil von lebenserfahrenen Bürgerinnen und Bürgern (> 65 a) bei 20,7 %. Darüber hinaus ist Würzburg ein beliebtes Reiseziel von Touristen. Eine Toilette für Alle ist somit ein Gewinn für unsere Stadtgesellschaft und würde das bestehende Angebot, an öffentlichen WC-Anlagen, optimal ergänzen.

gez.

Lexa, Nadine
Adam, Claudia
– CSU-Stadtratsfraktion –
Kerner, Christiane
– ÖDP/WL-Stadtratsfraktion –
Trost, Silke
– GRÜNE-Stadtratsfraktion –