Busverbindung Unterdürrbach: Rücknahme der Streichungen

Gemeinsamer Antrag der Stadtratsmitglieder Benita Stolz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Karl Adam (CSU)

Gefordert wird die Rücknahme der Streichungen von Busfahrten bei der Buslinie 13 von/nach Unterdürrbach 

05.10.2009

Antrag: Bus Linie 13

   

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

    den Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteil Unterdürrbach wurde durch die gravierenden Streichungen der Busverbindungen nicht nur Lebensqualität genommen, sondern mit dem ÖPNV eine existenziell wichtige und wohnortbestimmende Grundlage so minimiert, dass von einer zuverlässigen und regelmäßigen Nutzung des einzigen öffentlichen Verkehrsmittels nicht mehr ausgegangen werden kann. Dem Individualverkehr wird damit ausgerechnet von unserem Umweltkonzern WVV in der Großstadt Würzburg Vorschub geleistet.

     Wenn von der Linie 13, quasi über Nacht, insgesamt mindestens 8 Verbindungen (16 mit Abfahrt Unterdürrbach) gestrichen werden, trifft dies Berufstätige und Schüler gleichermaßen hart. Bei allem Verständnis für Sparzwänge bei einzelnen, vielleicht unwirtschaftlichen Bussen, ist der radikale Sparkurs nicht nachvollziehbar. Besonders unverständlich sind die gestrichenen Busse um 11.50 Uhr (Schulschluss 11.20 Uhr) und um 16.50 und 17.30 Uhr (Feierabend). Schüler/innen müssen am Würzburger Bahnhof (!) die Zeit verbringen und die Feierabendbusse sind jetzt teilweise brechend voll. Aber auch die ältere Generation, die besonders im infrastrukturärmsten Unterdürrbach auf einen funktionierenden ÖPNV angewiesen ist und bislang der treueste Nutzer war, wird vor den Kopf gestoßen.

     Während anderweitig Linien in Planung sind, wird in Unterdürrbach das Ende des ÖPNV eingeleitet, da, davon gehe ich aus, das Millionendefizit nicht die Linie 13 verursacht und analog weitere Sparmaßnahmen auf allen Linien zu erwarten sind. Unterdürrbach liegt bekanntlich hinter einem weltbekannten Berg, wenn die Rückbildung des ÖPNV so weiter geht, allerdings bald auch hinter dem Mond: Provinz ohne Weltniveau mitten in einer bayerischen Großstadt!

     Zur Abwendung der genannten und bekannten Folgen beantragen wir daher: Der Stadtrat möge beschließen, die Stadt Würzburg wirkt auf die WVV und WSB dahingehend ein, dass die Streichungen an der Buslinie 13 sofort zurück genommen werden und künftig wieder die öffentliche Aufgabe ÖPNV in der Gesamtstadt in den Vordergrund gestellt wird.

     Mit freundlichen Grüßen

Karl Adam, Mitglied des Stadtrates

Benita Stolz, Mitglied des Stadtrates

Verwandte Artikel