Veitshöchheimer Straße: geschützte breite Radwege

Zeichen für Radfahrer
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ERFOLGREICH: Interfraktioneller Antrag vom 2.12.2019

Dieser Antrag wurde in der Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsauschuss (PUMA) vom 21.09.2021 umfassend diskutiert. Zur Abstimmung standen zwei Planungsvarianten: Variante 1 mit jeweils abgetrennten richtungsbezogenen Radwegen an jeder Straßenseite, Variante 2 mit einem abgetrennten Zweirichtungsradweg. 

Der Fachbereich Tiefbau und Verkehrswesen sprach sich für Variante 2 aus. Zu dieser allgemein favorisierten Variante reichte u.a. die Grüne Fraktion noch verschiedene Änderungsanträge ein: (noch längere) Busspur zur Verbesserung für den ÖPNV, Berücksichtigung der Mehrverkehre und der zukünftigen Bauentwicklung des betroffenen Gebietes, Prüfung Baumstandorte, Beratung mit Beschlussfassung im Radverkehrsbeirat, Verbreiterung für Radfahrer vor der Brücke und vor der Rotkreuzstraße, Induktionsschleife für Radverkehr sowie Tausch der Gehwegbreiten. 

Am Ende stimmte der Ausschuss mit 9:8 für die Beauftragung der Verwaltung, diese Änderungsanträge zu prüfen und nach positiver Begutachtung diese Optimierungsmaßnahmen ggf. zusätzlich in die Planungsvariante 2 mit aufzunehmen. Ebenfalls mit 9:8 stimmte der Ausschuss zu, dass "die Verwaltung beauftragt wird, die Planungen zu Variante 2 zur Förderung einzureichen" - unter Berücksichtigung der zuvor beschlossenen Prüfaufträge. Es herrscht aktuell jedoch ein Dissenz, ob es sich hierbei bereits um einen Umsetzungsbeschluss handelte. Die Verwaltung prüft nun den Sachverhalt. Es ist davon auszugehen, das der Beschluss in der nächsten Sitzung des PUMA noch einmal aufgerufen wird.

Wir setzen uns für eine Optimierung der Verkehrssituation in der stark frequentierten Veitshöchheimer Straße ein. Dabei sollen die neuen Standards gemäß Grundsatzbeschluss Radverkehrsplanung berücksichtigt werden.


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

hiermit stellen wir interfraktionell den Antrag:

Die Veitshöchheimer Straße erhält – beginnend vom Röntgenring bis zur Brücke der Deutschen Einheit – in beide  Fahrtrichtungen baulich geschützte Radwege mit einer Breite von 2,3 Metern zuzüglich seitlicher Sicherheitsabstände. An den Kreuzungen wird, z. B. durch aufgeweitete Radaufstellstreifen, ein zügiges und sicheres Abbiegen für Radfahrende gewährleistet. Im Zuge der Umgestaltung sind die Gehwege auf Mindestmaß oder mehr zu verbreitern.

Begründung:

Mit dem Grundsatzbeschluss Radverkehrsplanung vom 25.09.2019 hat der Stadtrat neue Standards für die Qualität von Radverkehrsanlagen gesetzt.

Die gemeinsamen Rad- und Fußwege in der Veitshöchheimer Straße unterschreiten die Mindestbreiten der Regelwerke erheblich. Das gilt insbesondere für den zeitweise stark frequentierten Weg entlang der Fahrspur Richtung Stadtmitte, der z. B. an der Fußgängerampel bei der Einmündung Rotkreuzstraße nur 1,5 Meter breit ist. Es müssten mindestens 2,5 Meter sein – zuzüglich einer Aufstellfläche für die Wartenden an der Ampel.

Diese Situation entspricht nicht dem Grundsatzbeschluss Radverkehrsplanung des Stadtrates. Weil außerdem die in Regelwerken vorgegebenen Mindestmaße erheblich unterschritten werden, sehen wir für die beantragte Maßnahme eine hohe Priorität.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Dürr, Stadtrat
Matthias Pilz, Fraktionsvorsitzender
Patrick Friedl, stv. Fraktionsvorsitzender
– auch namens der GRÜNEN-Fraktion –

Lore Koerber-Becker, stv. Fraktionsvorsitzende
– auch namens der SPD-Fraktion –

Raimund Binder, Fraktionsvorsitzender
– auch namens der ÖDP-Fraktion –

Wolfgang Baumann, Stadtrat – ZFW

Sebastian Roth, Stadtrat – Die Linke


Planungsvarianten zur Verkehrssituation Veitshöchheimer Straße



Medienberichte zum Thema

mainpost.de, 29.09.2021 (MP Plus – kompletter Artikel nur für Abonnent*innen der Mainpost):

Verwirrung: Wird die Veitshöchheimer Straße nun umgebaut oder nicht?

radiogong.com, 24.09.2021:

Würzburg: Radweg statt Autospuren in der Veitshöchheimr Straße?

mainpost.de, 23.09.2021 (MP Plus – kompletter Artikel nur für Abonnent*innen der Mainpost):

Veitshöchheimer Straße in Würzburg: Zwei KfZ-Spuren weniger, ein Radweg mehr